Betrieb: Steig 10, 8354 Dickbuch
Massnahme: Einzelbaum – Berg-Ulme
Einzelstehende Bäume prägen nicht nur das Landschaftsbild, sondern bieten zudem auch Lebensraum für verschiedene Tierarten und tragen erheblich zur Vernetzung bei. Je älter ein Baum wird, desto interessanter wird er in Bezug auf die Biodiversität. Nuss- oder fruchttragende Bäume dienen als Nahrungsgrundlage oder als Nistplatz für Vögel. Insekten finden sich an oder unter der Rinde. Auch als Schattenspender für Weidetiere sind Einzelbäume ideal. Zehn an unterschiedliche Standorte angepasste, einheimische Baumarten stehen zur Auswahl, die einerseits landschaftsprägend sind, andererseits einen hohen ökologischen Wert besitzen oder in unserer Landschaft selten geworden sind. Mit dieser Massnahme kann die Qualität von ungenutzten Flächen enorm gesteigert werden und ist für Aussenstehende ein Blickfang.
Die Ulme ist mit drei Arten – Berg-, Flatter- und Feldulme, in Mitteleuropa verbreitet. Unscheinbar sind ihre asymmetrischen Blätter, die erst im Mai austreiben. Bei der Verbreitung der geflügelten Nüsschen hilft der Wind. Das Holz der Ulme (Rüster genannt) ist blassbraun bis rötlich und in der Möbelherstellung bekannt durch seine Härte. Es lässt sich besonders gut verarbeiten und zählt zu den Edelhölzern. Sowohl für Furniere als auch Massivholzmöbel, vor allem Tische, findet Ulmenholz Verwendung. Wegen eines Schlauchpilzes aus Nordamerika, der die Ursache für das Ulmen-Sterben ist, ist diese heimische Baumart seltener geworden. Der Pilz wird durch den Ulmensplintkäfer, einem Borkenkäfer, übertragen. Dennoch lohnt sich die Pflanzung von Berg-Ulme. Gerade für Imker dürfte dieser Frühjahrsblüher interessant sein, da die Blüten im März und April reichlich Nahrung für Honigbienen (Eiweisse und Fette) liefern.
