Betrieb: Biohof Wattwil
Massnahme: Einzelbaum – Schwarz-Erle
Einzelstehende Bäume prägen nicht nur das Landschaftsbild, sondern bieten zudem auch Lebensraum für verschiedene Tierarten und tragen erheblich zur Vernetzung bei. Je älter ein Baum wird, desto interessanter wird er in Bezug auf die Biodiversität. Nuss- oder fruchttragende Bäume dienen als Nahrungsgrundlage oder als Nistplatz für Vögel. Insekten finden sich an oder unter der Rinde. Auch als Schattenspender für Weidetiere sind Einzelbäume ideal. Zehn an unterschiedliche Standorte angepasste, einheimische Baumarten stehen zur Auswahl, die einerseits landschaftsprägend sind, andererseits einen hohen ökologischen Wert besitzen oder in unserer Landschaft selten geworden sind. Mit dieser Massnahme kann die Qualität von ungenutzten Flächen enorm gesteigert werden und ist für Aussenstehende ein Blickfang.
Die Erle wächst typischerweise in Auenwälder und an Ufern von Gewässern. Sie überlebt kurzzeitige Überschwemmungen, aber auch trockene Phasen. Die Erle hat weiches, eher rötliches Holz, das wasserbeständig ist. Es wird gerne für Spielzeuge oder Instrumente verwendet. Früher wurde das wasserfeste Erlenholz oft für Pfahlbauten verwendet. Heutzutage ist die wirtschaftliche Bedeutung eher gering. Die Pollen der Erle enthalten mässig starke Allergene, weshalb die Pflanzung in direkter Wohnumgebung nicht zu empfehlen ist.
